Tan Siekmann weint beim Abschied, sein Lebenswerk scheint zerstört; er verkriecht sich wochenlang in der Burg und bastelt an „einem 7000 Teile Puzzle“ seines Sohnes. Danach ist es zu spät, der Insolvenzantrag ist gestellt. Für ihn völlig unverständlich, "da wir 2 Millionen € Aktiva auf dem Konto hatten und lediglich 10 Mio. € langfristige Verbindlichkeiten." Die hohen Verluste von 70 Millionen € wären lediglich durch die hohen Abschreibungen zustande gekommen. "Bevor ich unter Druck als Vorstandsvorsitzender zurücktreten mußte, war die Firma gesund." Siekmann sieht sich verfolgt, wer genau dahinter steckt, weiß er nicht. Noch nicht. Auch die Vorwürfe er "hätte sich auf Kosten der Aktionäre die Taschen voll gemacht" bezeichnet er als dreiste Lüge. Niemals hätte er „getürkte Adhoc-Meldungen herausgegeben“ oder „Scheinumsätze“ gebucht. „Okay, ich habe beim Höchstkurs für 25 Millionen € eigene Aktien verkauft – aber alles legal“, beteuert er. Die Staatsanwaltschaft ermittelt – ob es jedoch jemals zur Anklage kommt, ist noch fraglich. „Ich sollte der Buhmann sein, den man am Boden sehen wollte.“ Doch er ist wieder aufgestanden. Denn wirklich pleite war der Burgbesitzer nie. „Ich war vorher Millionär, und bin´s heute wieder.“ Teile der insolventen Biodata AG hat Siekmann für 800.000 Euro zurückgekauft. Ein „Restart“. Es geht wieder aufwärts. Über 40 Mann stehen wieder „unter Strom“. Doch die Mitarbeiter warten nun schon wieder seit 5 Monaten auf ihre Gehälter. Viele befürchten, dass sich die Geschichte der Insolvenz wiederholt – und bleiben dennoch. Schließlich hat „Tan“ versprochen, dass in ein paar Wochen ein Investor aus der Schweiz „mehrere Millionen“ in die Firma investiert.